Hitze und Hitzewelle


Extreme Hitze bei Temperaturen von über 39°C im Rhein-Main-Gebiet am 07.08.2015. | Bildquelle: Denny Karran
Extreme Hitze bei Temperaturen von über 39°C im Rhein-Main-Gebiet am 07.08.2015. | Bildquelle: Denny Karran

Was ist Hitze?

Aufgrund des unterschiedlichen und somit subjektiven Wärmeempfindens der Menschen in den unterschiedlichen Klimazonen ist es nahezu unmöglich, eine aus medizin-meteorologischer Sicht einheitliche Definition für „Hitze“ zu finden. Das Hitzeempfinden aber wird im wesentlichen durch meteorologische Faktoren bestimmt. So haben bei ohnehin schon hohen Temperaturen die Wetterelemente Windgeschwindigkeit, Strahlung und Luftfeuchtigkeit einen enormen Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden.

 

Aus meteorologischer oder klimatologischer Betrachtungsweise wird „Hitze“ oder ein Hitzetag mit einer Tagesmitteltemperatur von ≥ 25,0°C definiert. Diese Definition ist auf Gustav Hellmann (1854 bis 1939) im Jahre 1918 zurückzuführen. Neben dem Hitzetag konkretisierte er auch den Tropentag (heißer Tag) und den Sommertag. Damit war er ein Schöpfer der heutigen klimatologischen Kenntage.

 

  • Sommertag: Höchsttemperatur ≥ 25,0°C
  • Heißer Tag (Tropentag): Höchsttemperatur ≥ 30,0°C
  • Hitzetag: Tagesmitteltemperatur ≥ 25,0 °C
  • Tropennacht: Tiefsttemperatur: ≥ 20,0°C

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Was ist eine Hitzewelle?

Hitzewellen sind im fachlichen Sinne Witterungen mit hohen Temperaturen, die zu starken Hitzebelastungen führen. Eine einheitliche und konkrete Definition liegt jedoch nicht vor.

Hitzewellen vorhersagen

Starke Hitzewellen unterschiedlicher Dauer stehen in Mitteleuropa meist mit einem Langwellenrücken über Zentraleuropa in Verbindung (GWL: Hoch Mitteleuropa).

Historische Hitzewellen

Aufgrund der großen zeitlichen und räumlichen Ausdehnung sind Hitzewellen die tödlichsten Wettererscheinungen. Allein in den USA sterben jährlich etwa 700 Menschen.



Autor: Denny Karran | Veröffentlicht: am 15.07.2013 | © Welt der Synoptik