Lokale Wettervorhersagemodelle


Stand: 2014


Globalmodelle liefern die Anfangs- und Randbedingungen für die Regional- und Lokalmodelle (Nesting). Diese wurden besonders für Simulationen von Konvektionen und kleinskaligen Wettererscheinungen entwickelt. Die MeteoSchweiz betreibt derzeit (Stand: Frühjahr 2012) mit dem COSMO-2 (Gitterpunktabstand von 2,2 km) eines der hoch aufgelösten Wettervorhersagemodelle. Der Deutsche Wetterdienst betreibt das COSMO-DE mit einer Maschenweite von 2,8 km. Dieses Modell wird alle 3 Stunden für einen Vorhersagezeitraum von 18 Stunden gerechnet.

 

COSMO steht für  Consortiums for Small-Scale Modelling. Hierbei handelt es sich um eine internationale Zusammenarbeit zwischen den nationalen Wetterdiensten von Deutschland, der Schweiz, Italien, Polen, Griechenland, Rumänien und Russland. COSMO wurde 1998 mit dem Ziel gegründet, die hochaufgelösten regionalen Wettervorhersagemodelle zu erhalten und zu verbessern. Diese Modelle werden im routinemäßigen Vorhersagedienst und für Forschungszwecke genutzt.

 

MetOffice (britischer Wetterdienst) betreibt für das Vereinigte Königreich mit dem UKV sogar ein Modell mit einer Maschenweite von 1,5 km. Das UKV (variable) verfügt, wie es der Name bereits sagt, über eine variable Auflösung (Innbereich 1,5 km, Außenbereich 4 km). Dieses Modell wird 4 -mal am Tag für einen 36stündigen Vorhersagezeitraum gerechnet.

 

Sowohl das UKV als auch die COSMO-Reihe stehen dem externen Anwender nicht zur Verfügung. Alternativ aber betreibt Janek Zimmer auf der Website www.modellzentrale.de das hoch aufgelöste WRF (4 km).


© Welt der Synoptik | Autor: Denny Karran