Geostrophischer Wind


© Welt der Synoptik | Geostrophischer Wind oberhalb der planetarischen Grenzschicht.
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Der geostrophische Wind, welcher das Gleichgewicht zwischen der horizontalen Druckgradientkraft und der entgegen gerichteten Corioliskraft (geostrophisches Gleichgewicht) darstellt, wird in einer beschleunigungsfreien (divergenzfreien), reibungsfreien und in einer geradlinigen Strömung definiert. Damit weht er auf der Nordhalbkugel parallel zu den Isohypsen mit dem tiefen Druck zur linken (kalten) Seite. Bei Änderung der Strömungsrichtung des geostrophischen Windes mit der Höhe erfolgt die horizontale Advektion von thermischen Feldern (thermischer Wind, Baroklinität). Weiterhin variiert der geostrophische Wind mit der geographischen Breite. Da dieser indirekt proportional zum Coriolisparameter ist, erfolgt bei gleichem Isohypsenabstand mit zunehmender Breite eine Abnahme des Windes. Gleichzeitig ist der geostrophische Wind eine Approximation zum wahren Wind mit einer mittleren Abweichung zwischen 10 und 20 % (je nach Reibung oder Krümmung der Isohypsen ist er schneller oder langsamer). Der Abbau von Druckgegensätzen ist mit diesem Wind aber nicht möglich. Hierfür sind ageostrophische Strömungen notwendig.


© Welt der Synoptik | Autor: Denny Karran